Archiv der Kategorie: eVideo Online-Konferenz

Next Step: ununi.tv

Das Projekt eVideo 2.0 endet zum Jahreswechsel. Mit der letzten eVideo Online-Konferenz nutzen wir die Chance, eine neue Tür aufzustossen …

Das Expert/innen-Team aus dem aktuellen Kurs Film/Video 2.0 hat sich einem Experiment unterzogen: Was kommt dabei heraus, wenn 4 heterogene Menschen mit einiger Web 2.0-Erfahrung sich über 8 Wochen in einem begrenzten zeitlichen Umfang inhaltlich austauschen – mit dem Ziel, ein wie-auch-immer geartetes gemeinsames Projekt aufzusetzen? Hier das Ergebnis:

Die #eok10 im Rückblick

Letzte Woche absolvierten wir die 3. eVideo Online-Konferenz mit der Zielsetzung, verschiedene Interaktionsformate zu erproben, um die Qualität von Echtzeit-Kommunikation in geteilten Online-Räumen zu erfahren. Wenn ich die Woche Revue passieren lasse, fällt mir folgendes Zwischenfazit ein:

  1. Es war anstrengend!
    Die Vorbereitungen zur Realisierung von „nur“ 5 Live-Sessions waren ungeheuer umfassend und bedeuteten für alle Beteiligten einen immensen Mehraufwand. Leider ist dieser Aufwand nach außen kaum sichtbar und kann insofern kaum honoriert werden. Neben einer umfassenden Einführung in die interaktiven Möglichkeiten der Technologie waren v.a. die Erstellung punktgenauer Storyboards und die Vorbereitung geeigneter Materialien extrem zeitaufwändig – zumal Google mit seiner aktuellen Beta-Version und der Reduktion auf fixe Seitengrößen die Arbeit mit mehrspaltigen Aktionsräumen sehr erschwerte. Überhaupt habe ich den Eindruck, mit zunehmender Komplexität der Google-Software wird die kollaborative Arbeit in gemeinsamen Dokumenten immer schwieriger bis hin zu mühsam. Sehr schade …
  2. Es war vielfältig!
    Da ich selbst lediglich als beratende Supervisorin tätig war, konnte sich die Kreativität und Unbekümmertheit der beteiligten Akteure gut entfalten. An Interaktionsformaten haben wir erlebt:

    • Erstellung kollaborativer, abstrahierter Wissenslandkarten, die im Whiteboard in Echtzeit parallel zur Audio-Befragung sich entwickelten.
    • Echtzeit-Interaktion in einem gemeinsamen Cloud-Dokument, dessen zentrale Ansicht per Bildschirmfreigabe geshart wurde.
    • Spielerischer Wissenstransfer über eine visuell unterstützte Choreograhie und selbstgesteuerte Recherchearbeit im virtuellen Raum mit anschließendem Austausch der Erfahrungen.
    • Kollektives Dirigieren einer zentralen Steuerung auf einer Website über Mehrheitsentscheidungen in Umfragen.
    • Kooperative Annäherungen an ein Thema über verschiedene Medien und Integration mehrerer ErzählerInnen – zusammengehalten über eine flexibel genutzte Storytelling-Methode.
  3. Es war schwierig!
    Jede Session war gekennzeichnet durch technische Tücken. Von der Problematik ausgehend, aktive TeilnehmerInnen entsprechend des intendierten Storyboards zu lenken, über die reduzierten Rollenmodelle in Adobe Connect, die es schwierig machten, unterschiedliche TeilnehmerInnen während einer Session flexibel mit Rechten auszustatten, bis hin zu klassischen Fehlern der Bildschirmfreigabe und Audio-/Video-Problemen. Die Technik stellt noch eine große Hürde in solchen Szenarien dar.
  4. Es war inhaltlich interessant!
    • In der Session AgileLearn meets GLD erfuhren die Studierenden zu ihrer Überraschung, wie entscheidend die konkrete Zusammensetzung der Arbeitsgruppe für das spätere Ergebnis ist.
    • Beim virtuellen Magic Roundtable zur Medienkompetenz trat zu Tage, wie wichtig die konkrete Auswahl thematisch sich ergänzender Personen für die Diskussion ist.
    • In der Tanz-Session wurde deutlich, wie wenig sich Adobe Connect für eine wahrhafte Multimedia-Show derzeit eignet und wie man sich dennoch in kurzer Zeit einem fremden Thema emotional nähern kann.
    • Der Live-Pitch demonstrierte in seiner modularen Struktur, wie das Publikum spielerisch den Ablauf steuern und dadurch seinen eigenen Spannungsbogen kreieren kann.
    • Bei der Heimat-Diskussion kam die gesamte Bandbreite naturalistischer Zuschreibungen bis hin zu virtuellen Heimat-Assoziationen zur Sprache, in der sich jedeR irgendwo verorten kann – wenn auch mit persönlichen Schwierigkeiten.

Alles in allem entsprach die Konferenz einem sehr intensiven Erlebnis, zu dessen Fortsetzung in Zukunft größere Budgets erforderlich sind. Die Vorbereitung und Umsetzung einer solch kniffligen technischen Realisierung bedarf eines umfangreichen Stundenpakets und mehrerer Generalproben mit allen Beteiligten. Wenn dies glückt, lassen sich wirklich neue Erfahrungsräume hier eröffnen.

Schauen wir, was die Zukunft bringt.

eok10 – Call for Participants

Nächste Woche startet unsere 3. eVideo Online-Konferenz, zu der wir vor einigen Monaten mit einem Call for Interactions aufgerufen hatten. Wir haben uns entschieden, 5 recht unterschiedliche interaktive Formate ab dem 12.10.2010 zu präsentieren. Bei der Vorbereitung dieser relativ aufwändigen Produktionen kristallisierte sich heraus, wie sehr Adobe Connect doch als virtuelles Abbild klassischer Lehrsituationen vorkonfiguriert ist und wie schwierig es ist, dieses Format zu hacken. Aber ich denke, wir können jetzt mit 5 interessanten Sessions aufwarten – und würden uns freuen, wenn sich möglichst viele Teilnehmer/innen hinzuschalten und ggf. aktiv mitmachen.

Also, was geschieht in der „Konferenz“ (zugegeben, klingt etwas steif und schwer, dabei wäre „Zirkus“ oder „Kulturreihe“ oder „Festival“ der bessere Begriff …):

  1. Am Dienstag Abend (12.10.10, 20h) starten wir mit einer Staffelübergabe: In der Session AgileLearn meets GLS stoßen 6 Master-Studierende der Internationalen Medieninformatik auf 6 erfahrene Social-Media-Profis der GLD-Gruppe. GLD steht für Getting Learning Done und wurde im letzten Jahr von einer heterogenen Twitter-Runde aufgesetzt. Dieses provisorische Methodengerüst soll nun von den Studis aufgegriffen, weiter entwickelt und in einem 2-semestrigen Praxisprojekt in eine agile Lernumgebung übersetzt werden. Die Session dient als Startschuss und Grundlage für die folgenden konzeptionellen Überlegungen. Zu diesem Zweck versuchen die Studis, in der 1h möglichst viele Hinweise der alten GLD-Truppe zu ergattern. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, Ihre Erfahrungen und Ideen mit einzubringen.
  2. Am Mittwoch Nachmittag (13.10.10, 17h) absolvieren wir einen Magic Roundtable zum Thema Wieviel Medienkompetenz brauchen wir, um Teil der kollektiven Intelligenz zu werden? Unsere Kollegin Maike Dubsky hat sich überlegt, wie man die Methode virtualisieren und im Rahmen einer solchen Videokonferenz beispielhaft umsetzen könnte. Wer sich inhaltlich mit einbringen und mitdiskutieren will, sollte sich bei ihr melden – darüberhinaus sind aber auch alle anderen Personen eingeladen, sich als Auditorium von den Zuschauerrängen einzubringen.
  3. Am Mittwoch Abend (13.10.10, 20h) versuchen wir uns in einem virtuellen Bewegungsstück, das von Dr. Regine Köthe entwickelt wurde. Unter dem Titel Moving and Dancing in the Livestream bewegen sich die Teilnehmer/innen durch den digitalen Raum. Sie sehen, lesen oder hören etwas über Tanzinszenierungen und agieren interaktiv an ausgewählten Punkten der Session. In dieser Choreographie wird sich spätestens erweisen, ob sich solche Räume wie Adobe Connect auch künstlerisch nutzen lassen. Wir möchten alle Interessierten auffordern, sich aktiv mit einzubringen in dieser spannenden Erfahrungswelt.
  4. Am Donnerstag Nachmittag (14.10.10, 17h) läutet dann die Stunde eines interaktiven Live-Pitches zweier Bachelor-Studierenden (Alexander Kluge und Tommy Krüger), die gerade ihre Bachelorarbeit eingereicht haben, mit der sie ein Konzept für ein modernes Text-Adventure namens Ambernstein wissenschaftlich begründen. Von der Anlage her soll diese Session dazu dienen, potentielle Investoren oder Sponsoren davon zu überzeugen, die praktische Spielumsetzung zu unterstützen. Gleichwohl sind alle Interessierten eingeladen, sich hier zu beteiligen und die beiden aktiv zu unterstützen. Ich selbst bin gespannt, ob es glückt, ein Gefühl für das intendierte Spiel in der Session zu vermitteln – ohne in ein klassisches Vortragsformat zu verfallen.
  5. Last but not least: Am Donnerstag Abend (14.10.10, 20h) beenden wir unsere interaktive Reihe mit einer schönen Session zur Frage Was ist Heimat? Hier wird der Live-Raum interaktiv bespielt, indem diverse Impulse seitens verschiedener Akteur/innen einer versteckten Dramaturgie folgen, die von Sabine Jank konzipiert wurde. Wer Interesse hat, eigene Impulse zu setzen, sollte sich bitte bei uns melden. An diese Aktiven werden vorab kleinste Aufgaben vergeben, mit dem sie ggf. multimedial eine Frage beantworten sollen. Ich denke, dies wird ebenfalls ein spannender, alternativer Diskurs.

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen findet man auf unserer mixxt-Plattform. Dort kann man auch kundtun, wenn man teilnehmen möchte (oder über die Veranstaltungen in unserer Facebook-Gruppe).

Interactive Adobe Connect – eine Kurzdemo

Für alle Interessierten, die sich ggf. an unserem Call for Interactions im Rahmen der eVideo Online-Konferenz 2010 beteiligen möchten, habe ich heute eine kurze Session aufgezeichnet, in der ich die interaktiven Features von Adobe Connect darlege. Die gegebenen Möglichkeiten nunmehr kreativ zu mixen für eine interessante Session, in der es weniger um Wissensvermittlung geht, sondern um die Gestaltung eines gemeinsamen Erfahrungsraumes, soll Ziel des Calls sein.

Wir freuen uns über jedwede Beteiligung – auch im Rahmen einer experimentellen Veranstaltung. Wie könnten wir uns der Leitfrage annähern: Was ist das Besondere einer gemeinsamen Zeit?

Was kann geschehen, wenn der Lifestream für einen kurzen Moment eingefroren wird und der Moment zum geteilten Raum wird?

http://nibbler.fhtw-berlin.de/medium/embed/ff80808128d08df901295b5a7f2c001d

Die Aufzeichnung steht in verschiedenen Formaten für alle denkbaren Mediengeräte auf Nibbler zur Verfügung.

eok10 – Call for Interactions

Vom 12. bis 14. Oktober 2010 absolviert das Projekt eVideo seine dritte eVideo-Onlinekonferenz – in diesem Jahr unter dem Motto “Live in the Lifestream”. Wir sind interessiert daran, neue webbasierte Interaktionsformate zu erproben und möchten BerlinerInnen auffordern, sich bei Interesse aktiv mit einzubringen. Ideenskizzen können bis zum 30. Juni 2010 eingereicht werden.

Live in the Lifestream

Längst ist sie Realität, die revolutionäre Erkenntnis, der alltägliche Lebensstrom bilde sich zunehmend im Web ab. Das digitale Leben durchdringt sukzessive alle Lebensbereiche. Und das Web – als zentraler Aggregator der vernetzten Welt – wird zum Motor wie zur Reflexionsfläche für die Aktivitäten und Verbindungen des “realen” Lebens. Nicht als Theorie, sondern als gelebte Praxis: Für digitale EinsteigerInnen in den sozialen (Facebook, MySpace, StudisVZ) oder beruflichen (XING, LinkedIn) Netzwerken. Für die Fortgeschrittenen in Twitter, RSS-Feeds oder sonstigen medialen Umgebungen (Flickr, Youtube, diigo, Wikipedia etc. pp.).

Es wächst sich zur Binsenwahrheit aus: Das digitale Leben IST das reale Leben – und es konfiguriert sich in Echtzeit. Es tickert als Lebensstrom vor sich hin, global vernetzt und aus individueller Perspektive jeweils anders ausschauend, je nach den persönlichen Verbindungen. Eine objektive Wahrnehmung der Welt ist nicht mehr möglich – und insofern schwindet die Macht der menschlichen Filter und Multiplikatoren, die uns die Welt erklären. Vielmehr ist es persönlich erforderlich, selbst Teil des Lebensstromes zu werden, denn nur wer digital vernetzt ist, wird an diesem realen Leben teilhaben und es (demokratisch) mit gestalten können.

Das hat gravierende Auswirkungen auf das analoge Leben und eine Vielzahl bisheriger Gewißheiten werden über Bord geworfen. Um es mit Stowe Boyd zu sagen (übersetzte Folie 31 einer wirklich guten Präsentation zum Flowverständnis, die bereits 3 Jahre alt ist, aber immer noch hochaktuell):

  • Zeit ist der neue geteilte Raum.
  • Produktivität tritt hinter Vernetzung zurück: Die Produktivität des Netzwerkes übertrifft die persönliche Produktivität.
  • Alles Wichtige findet seinen Weg zu Dir viele, viele Male: Mach Dir keine Sorgen, wenn Du eine Information nicht beim ersten Mal entdeckst.
  • Flow ist ein Geisteszustand.
  • Flow ist ein Verb.

Call for Interactions

Gesetzt den Fall, alle Menschen vermögen es, sich im mobilen Web zu bewegen, dort einzutauchen und Flow in ihrem persönlichen Netzwerk zu (er-)leben: Welche Bedeutung kommt dann der geteilten Zeit in einem tatsächlich gemeinsamen Raum zu? Welchen Mehrwert bieten Face-to-face- oder Online-Besprechungen in Echtzeit gegenüber dem synchron tickernden, aber asynchron erlebbaren Lifestream? Was kann geschehen, wenn der Lifestream für einen kurzen Moment eingefroren wird und der Moment zum geteilten Raum wird?

Wir möchten Berliner Künstler/innen, Designer/innen, Web-Spezialist/innen und Medienmenschen auffordern, das Thema “Live in the Lifestream” öffentlich zu reflektieren, in interaktive Ideen zu übersetzen und in Echtzeit zu demonstrieren – in unserer eVideo-Online-Konferenz vom 11. bis 15. Oktober 2010 (jeweils 17-18h und 20-21h). Als Liveraum steht uns Adobe Connect zur Verfügung. Wie kann dieser Raum während einer Zeitstunde bespielt werden, um im interaktiven Austausch das Thema “Live in the Lifestream” zu erfahren? Uns interessiert der experimentelle Blickwinkel von Kreativen, um Live-Erlebnisse erfahrbar zu gestalten und uns zu vernetzen. Nicht als pädagogisches Erlebnis, sondern als kommunikativer Akt! Es geht uns um die kollaborative Reflexion eines brandaktuellen Themas – nicht um konzeptionelle Blaupausen für den Regel-Lehrbetrieb.

Die Möglichkeiten von Adobe Connect demonstrieren wir in einer Demo-Session im Juni – dazu kann man sich unten kostenfrei anmelden. Um Ideenskizzen für die eigentliche Konferenz im Oktober bitten wir bis zum 30.06.2010 – einzureichen über das weiter unten eingehangene Formular. Aus den eingegangenen Skizzen wird das komplette eVideo-Team als Jury die 10 für uns interessantesten Ideen auswählen und diesen bis zum 15.07.2010 die Entscheidung mitteilen. Den 10 Live-Aktiven kann dann eine kleine Aufwandsentschädigung in Höhe von 200 Euro als Honorarvertrag angeboten werden. Alle einstündigen Online-Sessions werden von Fabian Topfstedt und Anja C. Wagner als Moderator/innen begleitet, um die langjährigen Erfahrungen mit Videokonferenzen in Kontinuität einzubringen. Die beiden Personen können ggf. als Spielfiguren in der Umsetzung mit bedacht werden …

System-Check

Neben einer stabilen und guten Internetverbindung mit Datenflatrate (LAN oder DSL – möglichst nicht tangiert von anderen Personen, die dieselbe Leitung nutzen), empfiehlt es sich, den eigenen Rechner einmal kurz bei Adobe automatisch online checken zu lassen. Der Einsatz von Audio und Video ist möglich, sofern die eigenen Systemeinstellungen dies gewährleisten.

Demo-Session

Update 21.06.2010: Aufzeichnung einer Adobe Connect-Session für alle Interessierten, um die interaktiven Möglichkeiten kurz anzureissen.
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Update 27.05.2010: Die Demo-Session ist auf den 16. Juni 2010 (19h) verschoben.
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Eine Einführung in Adobe Connect mit einer kurzen Präsentation der interaktiven Möglichkeiten bieten wir am 02.06.2010 16.06.2010 um 19h. Personen, die Adobe Connect bereits kennen, werden hier keine neuen Informatonen erhalten. Diese Session ist für einen Personenkreis gedacht, der bislang wenige Erfahrungen mit Adobe Connect sammeln durfte, sich aber potentiell mit einer Ideenskizze beteiligen möchte. Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, können Sie sich hier sehr gerne eintragen:

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Ideenskizze

Sie möchten einen aktiven Beitrag leisten im Rahmen unserer 3. eVideo-Online-Konferenz vom 11. bis 15. Oktober 2010? Dann notieren Sie bitte hier Ihre Idee – wir sind sehr gespannt, wie man Adobe Connect kreativ und interaktiv bespielen kann. Bitte fassen Sie sich möglichst kurz in Ihrer Beschreibung.

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